Qualitätssicherung beim kontrollierten Rückbau eines 200 Meter hohen 
Schornsteins am ehemaligen Kraftwerksstandort Frimmersdorf

Am Standort Frimmersdorf wurde ein rund 200 Meter hoher Schornstein des ehemaligen Braunkohlekraftwerks kontrolliert durch eine Sprengfaltung niedergelegt. Mit einer Masse von mehr als 14.000 Tonnen und seiner mehrschaligen Konstruktion stellte das Bauwerk besondere Anforderungen an die Planung und Ausführung des Rückbaus.
Wir übernahmen die durchgehende Qualitätssicherung im Planungs- und Ausführungsprozess. Durch Kontrollberechnungen, Simulationen, die Prüfung der Sprengplanung und die Begleitung der Arbeiten vor Ort wurde die geplante Niederlegung 
fachlich abgesichert.

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Dipl.-Ing. Nicolas Fickler

Dipl.-Ing. Nicolas Fickler

Operatives Management

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Nicolas.Fickler@socotec.de

Rückbau des Kühlturms Frimmersdorf im Überblick

Projektdetails

Projektdetails

Auftraggeber: RWE Power AG
Ort: Grevenbroich-Frimmersdorf
Bauwerk: 200 Meter hoher Schornstein mit einem außen liegenden Tragrohr aus 
Stahlbeton und zwei innenliegenden Mauerwerksröhren

Masse: über 14.000 Tonnen

  • Bewertung/Prüfung der vorgesehenen Abbruchplanung/des Abbruchkonzeptes
  • Bewertung/Prüfung von Bauzuständen im Zuge des Rückbaus 
  • Beratung zum vorgesehenen Abbruch/Rückbauverfahren
  • Beratung bezüglich vorgesehener Sprengkonzepte, dem projektierten 
  • Einsturzverhalten und Auswirkungen des Sprengabbruchs auf angrenzende Bauwerke und Infrastruktur
  • Beratung hinsichtlich erforderlicher Schutzmaßnahmen 
  • Prüfung der Sprengplanung und des Sprengkonzepts
  • Unabhängige Überprüfung und Abnahme der Bohr-, Spreng- und 
  • Sicherungsarbeiten vor Ort 
  • Unabhängige Feststellung des Sprengergebnisses
  • Umfassende Dokumentation

Projektdetails

Auftraggeber: RWE Power AG
Ort: Grevenbroich-Frimmersdorf
Bauwerk: 200 Meter hoher Schornstein mit einem außen liegenden Tragrohr aus 
Stahlbeton und zwei innenliegenden Mauerwerksröhren

Masse: über 14.000 Tonnen

  • Bewertung/Prüfung der vorgesehenen Abbruchplanung/des Abbruchkonzeptes
  • Bewertung/Prüfung von Bauzuständen im Zuge des Rückbaus 
  • Beratung zum vorgesehenen Abbruch/Rückbauverfahren
  • Beratung bezüglich vorgesehener Sprengkonzepte, dem projektierten 
  • Einsturzverhalten und Auswirkungen des Sprengabbruchs auf angrenzende Bauwerke und Infrastruktur
  • Beratung hinsichtlich erforderlicher Schutzmaßnahmen 
  • Prüfung der Sprengplanung und des Sprengkonzepts
  • Unabhängige Überprüfung und Abnahme der Bohr-, Spreng- und 
  • Sicherungsarbeiten vor Ort 
  • Unabhängige Feststellung des Sprengergebnisses
  • Umfassende Dokumentation

Über das Projekt


Der rund 200 Meter hohe Schornstein am ehemaligen Kraftwerksstandort Frimmersdorf bestand aus einem außenliegenden Tragrohr aus Stahlbeton und zwei innenliegenden, ovalen Mauerwerksröhren. Mit einer Masse von mehr als 14.000 Tonnen und seiner mehrschaligen Konstruktion – die vorab nicht ausgebaut wurde – stellte das Bauwerk besondere Anforderungen an den kontrollierten Rückbau.
Für die geplante Sprengung musste das Bauwerk so vorbereitet werden, dass der Einsturz möglichst wenig Platz beanspruchte und die Auswirkungen auf die Umgebung begrenzt blieben. Eine besondere Randbedingung war die unmittelbar angrenzende Erft, die sich rund 80 Meter nordwestlich des Schornsteins befindet und nicht beeinträchtigt werden durfte. Gleichzeitig lagen auf dem Kraftwerksgelände denkmalgeschützte Gebäude und Gebäudeteile, sodass auch die beim Aufprall der Bauwerksmasse entstehenden Erschütterungen begrenzt werden mussten. Die Wahl der 
Sprengtechnologie fiel daher auf eine Sprengfaltung.


Qualitätssicherung für einen präzise geplanten Rückbau

Wir übernahmen die durchgehende Qualitätssicherung über den gesamten Planungs- und Ausführungsprozess. Dazu gehörten die Prüfung und Kommentierung der Ausführungsplanung für die Sprengung, die Bewertung der vorgesehenen  Vorschwächungen sowie die Prüfung von Schutz- und Sicherungsmaßnahmen. Ergänzend 
wurden Kontrollberechnungen und Simulationen durchgeführt, um die Planung 
unabhängig zu überprüfen. Eine besondere technische Herausforderung des Projektes lag in der Vorbereitung der Sprengungin etwa 100 Metern Höhe. Dort musste eine komplexe, mehrteilige Zündung für das außenliegende Tragrohr und die beiden innenliegenden Mauerwerksröhren umgesetzt werden. Die unterschiedlichen Zündzeitstufen der einzelnen Ladungen in den eng beieinanderliegenden Zündanlagenteilen mussten exakt aufeinander abgestimmt sein, damit eine sichere Zündung in jedem Fall gewährleistet ist.
Auch die für die Planfallrichtung ungünstige Position der ersten Innenröhre im vorderen Bereich des Sprengmauls stellte für alle Beteiligten eine besondere Anforderung dar.Neben der Prüfung der Planung begleiteten wir die Umsetzung vor Ort. Dazu gehörten unter anderem die Kontrolle der Sprengvorbereitungen, der Bohr- und Ladearbeiten, des Zündkreisaufbaus sowie der vorgesehenen Abdeckungen. 
Nach der Sprengung wurde das tatsächliche Ergebnis mit den im Rahmen der Qualitätssicherung vorab erstellten Vergleichsbetrachtungen und Simulationen abgeglichen. Eine gemeinsame Begehung mit dem verantwortlichen Sprengunternehmen sowie gezielte Drohnenbefliegungen bestätigten das gewünschte Ergebnis:

Die Niederlegung entsprach den zuvor geprüften und zugrunde gelegten Berechnungen.
Damit zeigte sich auch im Ergebnis, was die Qualitätssicherung bei einemRückbauvorhaben dieser Größenordnung leisten muss: Sie schafft Sicherheit durch unabhängige fachliche Prüfung, vorausschauende Bewertung 
und Beratung sowie die Begleitung aller entscheidenden Schritte direkt vor Ort. Dabei ist die Qualitätssicherung ein Teil eines großen Projektteams, das gemeinsam viele Herausforderungen bis zur erfolgreichen Niederlegung zu meistern hat.

Sprengung Kraftwerksschornstein Frimmersdorf

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Bilder: RWE; Originalvideo: RWE